Die Katze

Katzen leben seit mehr als 10000 Jahren in menschlicher Gesellschaft und sind eines der liebsten Haustiere der Deutschen. Die Katze besitzt einen sehr starken Gehörsinn und kann auch bei Dunkelheit sehr gut sehen und sich orientieren, der Geruchssinn hingegen ist weniger stark ausgeprägt und auch geschmacklich bewegt sich die Katze in einem sehr kleinen Spektrum. Um sich in luftigen Höhen zu bewegen hat die Katze ein ausgeprägtes Gleichgewicht und ist völlig schwindelfrei. Damit sie auf dünnen Baumästen und Mauern balancieren kann, benutzt sie den Schwanz als Ruder. Unter einander kommunizieren Katzen per Körpersprache, Fauchen und Knurren. Miauen, so sagen es Forscher, Katzen nur, um mit dem Menschen zu kommunizieren. Ist eine Katze übel gelaunt, so stellt sie ihr Nackenhaar auf, das Fell des Schwanzes wird buschig und sie macht einen Buckel. Fühlt sich dagegen eine Katze sehr wohl, schnurrt sie. Dieses Schnurren wird durch Vibration der Stimmbänder produziert. Den ersten Grad der Geschlechtsreife erreichen Kater mit ca. 6 Monaten, wenn sie alle Milchzähne verloren haben. Etwas später werden auch die weiblichen Katzen geschlechtsreif. Sie werden dann das erste Mal rollig, das heißt, dass sie empfangsbereit sind. Wird eine Katze in der Rolligkeit nicht gedeckt, schwächt diese wieder ab, kann aber in kürzester Zeit wieder auftreten. Diesen Zustand nennt man dann Dauerrolligkeit. Wenn es nicht zur Deckung kommt, besteht die Gefahr einer Gebärmutterentzündung, die, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt wird, sehr gefährlich werden kann. Nach einer erfolgreichen Deckung, dauert die Trächtigkeit ca. 63 Tage. Die Katze, die im Haus lebt, sucht sich vor der Geburt einen Platz, meistens höllenartig, an dem sie ihre Junge gebären wird. Das kann eine Wurfkiste, aber auch ein Schrank oder eine Schublade sein.

Es gibt neben der Hauskatze, die ihren Namen mehr ihrer Domestizierung zu verdanken hat, denn eigentlich handelt es sich in Europa um die EKH, kurz für Europäisch Kurzhaar, noch viele andere Rassekatzen. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Katzen mit kurzen, stämmigen Beinen und kurzem Fell, wie die BKH (Britisch Kurzhaar) oder Kartäuser. Wiederum langhaarige Katzen, mit buschigem Schwanz sind die Perser, Maine Coon oder Norwegische Waldkatzen. Zu den orientalischen Rassen, die besonders schlank und für ihre Sprachfreudigkeit bekannt sind, gehören zum Beispiel die Siam oder die Türkisch Van.

Der Katze werden viele Sagen und Mythen nachgesagt. So soll eine schwarze Katze Unglück bringen und der Begleiter von Hexen sein. In der ägyptischen Kultur wird der Katzengöttin Bastet Ehre erwiesen. Sie soll Einfluss auf Fröhlichkeit, Liebe und Schönheit haben. Der britische Maler Stanley Spencer sagte einst über die Katze: Wo immer sich eine Katze niederlässt, wird sich das Glück einfinden. Und damit fasste er kurz das zusammen, was eine Katze für den Menschen schafft, denn eine Katze sieht sich selbst nicht als unterwürfiges Haustier, sondern ist gnädig genug, um uns ihre Aufmerksamkeit zu schenken, um das Leben angenehmer zu machen. So passt auch das Zitat: Ein Hund hat Herrchen und Frauchen, eine Katze hat Bedienstete.

 

 

17 Wochen alter BKH-Kater in rot-weiß in seinem Revier :-) (c) Martin Kowalski
17 Wochen alter BKH-Kater in rot-weiß in seinem Revier :-)

12 Wochen alte BKH-Katze in blau-weiß beim Nickerchen :-) (c) Martin Kowalski
12 Wochen alte BKH-Katze in blau-weiß beim Nickerchen :-)

1 Jahr alte dreifarbige EKH-Katze (c) Martin Kowalski
1 Jahr alte dreifarbige EKH-Katze

4 Jahre alte Kartäuser Katze beim Fotoshooting :-) (c) Martin Kowalski
4 Jahre alte Kartäuser Katze beim Fotoshooting :-)